Ein bewegender Ausflug nach Nnyinahin

Erzählt von Lea John, 1. Vorsitzende 

 

Nach dem Mittagessen ging es für mich zusammen mit dem Projektleiter  Joachim Boadi und einigen anderen Projektbeteiligten mit dem Motorrad Richtung Nnyinahin. 

 

Niemand von uns war schon einmal dort und keiner wusste wie lange die Fahrt dauern würde.

 

Nach einem kurzen Stop an der Tankstelle in Busunya, dem vorerst letzten größeren Ort wurden die Straßen immer unwegsamer und schließlich fuhren wir nur noch auf einer schmalen Sandpiste. Die Mangofarmen um uns herum wurden mehr und die Dörfer immer weniger. 

 

Nach zweieinhalb Stunden waren wir da - in einer kleinen Community bestehen aus wenigen Lehmhütten. 

 

In all meinen Reisen nach Ghana habe ich schon viel erlebt aber zu hören, dass Kinder sterben weil sie aus dem gleichen Bach trinken wie die Kühe, Schafe und Ziegen der Familie und davon krank werden. Frauen sterben, weil sie ihre Kinder allein zuhause in einer Lehmhütte gebären müssen. Die Männer jeden Tage 10 bis 12 Stunden mit den bloßen Händen auf dem Feld arbeiten und trotzdem Schwierigkeiten haben ihre Familie zu ernähren hat mich sehr bewegt. 

Nnyinahin ist nicht ans öffentliche Stromnetz angeschlossen und die einzige Wasserquelle weit und breit ist ein kleiner Bachlauf, den sie sich mit ihren Tieren teilen. Das nächste Krankenhaus ist eineinhalb Stunden mit dem Motorrad entfernt und die Kinder würden ca. 3 Stunden pro Strecke in die nächste Schule laufen. 

 

Wir haben sehr lange mit den Erwachsenen gesprochen - sie alle wünschen sich eine bessere Zukunft für ihre Kinder aber haben aktuell keine andere Möglichkeit als dort zu leben, da sie dort Landwirtschaft betreiben können. Ihnen fehlen die Ressourcen für eine eigene Schule und auch die Regierung scheint sich nicht für die Situation dort zu interessieren, obwohl in Ghana eigentlich Schulpflicht herrscht. 

 

Deshalb liegt es uns sehr am Herzen mehr Aufmerksamkeit auf diese Kinder zu richten und die Regierung oder anderen Organisation ebenfalls zur mithilfe zu bewegen. Denn so wie Nnyinahin gibt es noch unzählige weitere Dörfer allein in der Gegend um Boabeng. Tausende von Kinder leben in diesen Dörfern und sie alle gehen nicht zur Schule. 

Aktuell suchen wir nach einer Möglichkeit die ersten Kinder aus Nnyinahin bereits ab September, wenn das neue Schuljahr startet, bei uns auszunehmen. Da wir es nicht schaffen werden das Gebäude in Graceland bis dahin fertig zu Stellen müssen wir für die Kinder vorerst etwas Mieten. 

 

Natürlich können die Kinder nicht alleine in Boabeng wohnen. Madam Vida, die neben ihren zwei eignen Kindern auch noch Gideon und Cecilia bei sich aufgenommen hat kann nicht noch mehr Kinder betreuen. Deshalb möchten wir eine Schwester oder andere Verwandte der Kinder bitte diese zu begleiten und ihr in Boabeng einen Ausbildungsplatz als Schneiderin oder Frisörin anbieten. 

 

Als die Idee zu Graceland aufkam konnte sich keiner auch nur ansatzweise vorstellen wie viele Kinder allein in der unmittelbaren Umgebung von Boabeng keinen Zugang zu Bildung zu haben. Helfen sie uns diesen Kindern die Change auf Bildung zu ermöglichen! 

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